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Infos zum Judentum
Hier findet ihr eine kleine Übersicht und eine kurze Einführung zum Judentum. Die Texte stammen von www.wikipedia.de.
In diesem Nachschlagewerk ist unter dem Stichwort "Judentum" alles zu finden, was wichtig ist. Auch wir möchten uns
mit euch über dieses Thema unterhalten und haben deshalb ein Forum zum Austausch eingerichtet.

Judentum

Unter Judentum versteht man die Gesamtheit aus Kultur, Geschichte, Religion und Tradition des jüdischen Volkes, das sich selbst als Volk Israel bezeichnet. Das Judentum zählt zu den Weltreligionen; Christentum und Islam haben viele ihrer Überlieferungen aus dem Judentum übernommen. Die Bezeichnung "Juden" bedeutete ursprünglich "Judäer" und geht auf das Königreich Juda zurück.

Jüdische Religion

Die jüdische Religion basiert auf den religiösen Überlieferungen des jüdischen Volkes. Diese Überlieferungen teilen sich auf in eine schriftliche (Thora) und mündliche Lehre (Mischna, Talmud, Schulchan Aruch usw.) auf.

Wer ist Jude?

Als Juden bezeichnet das jüdische Recht Menschen, die eine jüdische Mutter haben oder rechtmäßig zum jüdischen Glauben Übergetreten sind.

Verfolgung

Das Judentum ist seit Jahrtausenden häufig religiösen, ideologischen und politischen Anfeindungen und Verfolgungen ausgesetzt. Einmalig in der Geschichte ist jedoch der Versuch des nationalsozialistischen Deutschlands, das jüdische Volk auszurotten. Im Jahr 1934 wurden 17 Millionen jüdische Menschen auf der Welt gezählt. Sechs Millionen fielen dem Holocaust zum Opfer.

Jüdische Heimstätte

Nach dem Zusammenbruch Hitlerdeutschlands erfolgte die Umsetzung der zionistischen Bestrebungen und führte 1948 zur internationalen Anerkennung des Staates Israel als jüdische Heimstätte. Der heutige Staat Israel, eine Demokratie nach westlichem Vorbild, begründet seine territoriale Außen- und Innenpolitik souverän, seine Innenpolitik ist jedoch in einigen Feldern auch stark religiös geprägt.

Juden heute

Heute leben etwa 14 Millionen Juden in vielen Ländern der Erde, davon sechs Millionen in den USA und fünf Millionen in Israel. Die Mehrzahl der übrigen verteilt sich auf Kanada, Ungarn, die Ukraine, Frankreich, Argentinien und Russland. In Deutschland entwickeln sich langsam wieder größere jüdische Gemeinden, nachdem das Judentum in Deutschland und in Osteuropa. Vor allem bedingt durch Einwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion leben heute wieder rund 120000 bis 140000 Juden
in Deutschland. Die Schweiz hat etwa 18000 jüdische Bürger, Österreich etwa 10000.

Orthodox, progressiv, reformiert, liberal und konservativ

Heute gibt es verschiedene Strömungen des religiösen Judentums. Im wesentliche unterscheidet man orthodoxe und nicht-orthodoxe jüdische Strömungen. Hinter der Bezeichnung nicht-orthodoxen wird auch der Begriff progressiv, reformiert und liberal gefasst. Konservativ ist hingegen mit dem Begriff konservatives Judentum belegt, einer seit dem 19. Jahrhundert sich entwickelnden Strömung des Judentums, die eine Stellung zwischen Orthodoxie und dem liberalen Judentum einnimmt. Der grundlegende Unterschied zwischen orthodoxem Judentum und den nicht-orthodoxen Strömungen beginnt beim Verständnis der Offenbarung am Berg Sinai (Mosche empfängt die Tora). Das nicht-orthodoxe Judentum versteht diese Offenbarung nicht als absolut, sondern als einen progressiven (= fortschreitenden) Prozess des Dialoges Gottes mit seinem Volk, in der Zeit und in den Kulturen.

Religiöse Führung

Jüdische Gemeinden werden geistlich und rechtlich von einem Rabbiner geleitet. Sephardische Juden sowie die Karäer bezeichnen ihren geistlichen Leiter auch als Chacham (Weiser). Im Jemen bei den Teimanin ist der Begriff Mori (mein Lehrer) gebräuchlich. Die Gottesdienste werden im allgemeinen von einem Kantor, Chasan, oder allgemeiner gesagt von einem Vorbeter geleitet; zu ihrer Durchführung wird ein Quorum bzw. (hebräisch) Minjan, d.h. die Versammlung zehn jüdischer Männer, benötigt. Die allgemeine, weltliche Leitung einer jüdischen Gemeinde hingegen liegt bei einem von den Gemeindemitgliedern zu wählenden Gemeindevorstand.

Sprache

Hebräisch ist die Sprache der ältesten jüdischen Schriften und war Umgangssprache der Juden in der antiken Periode ihrer Unabhängigkeit. Es wurde als Umgangssprache nach Jahrhunderten vom Aramäischen verdrängt. Das Aramäische ist eine zum Hebräischen sehr ähnliche Sprache, die auch das schriftliche Hebräisch späterer jüdischer Schriftwerke beeinflusst hat. Einige Passagen in den Schriften des Alten Testamentes wurden schon auf aramäisch verfasst. Jesus und seine jüdischen Landsleute sprachen aramäisch.